Dienstag, 22. Februar 2011

Guttenberg VONUNDZU 1

Es ist so unbegreiflich, wie verdorben unsere Politiker sind. Wenn demnächst Herr VONUNDZU einen Menschen ertrinken lässt, weil er seinen Maßanzug nicht ruinieren will, wird Frau Merkel ihn mit dem "Argument", sie habe doch keinen Bademeister angestellt, im Amt halten. Als Verteidigungsminister sei er doch hervorragend. Ähnlich dem: "Ich kümmere mich um die Frage: Wird er seinen Aufgaben als Verteidigungsminister gerecht? Und ich sage: ja" (Merkel in SZ am 22.2.2011)
Der gute Guttenberg räumte im "... hessischen Kelkheim ein, er habe möglicherweise den Überblick die Quellen verloren." (SZ 22.2.2011)Und dann entschuldigt er sich auch kindlich bei denen, die er mit seinem Verhalten verletzt haben könnte.
Wo sind wir eigentlich? Tritratrallera Kasperletheater?

3 Kommentare:

  1. Lieber Berthold,
    ich möchte gerne deinen "vonundzu" Beitrag dahingehend kommentieren, dass ich diese Hetzkampagne gegen unseren Verteidigungsminister ziemlich erbärmlich finde. Meiner Auffassung nach haben wir in Deutschland, insbesondere in HH ganz andere essentiellere Probleme. Gut, es ist nicht rühmlich, Quellen einer Doktorarbeit nicht korrekt oder gar falsch anzugeben, aber bitte lassen wir doch mal die Kuh im Dorf... Wir haben in der Vergangenheit ganz andere Situationen mit Politikern erlebt (dabei möchte ich gerne die Spendenaffäre von Helmut Kohl erwähnen - ich lese gerade das Buch von Walter Kohl und deshalb ist es gerade so präsent für mich), die deutlich dramatisch ist als die Quellenverweise von Herrn zu Guttenberg.
    Und weisst du, ich habe gerade 2 Tage die HHWahl ausgezählt - und das, was ich dort gesehen und erlebt habe gibt aus meiner Sicht viel mehr Anlass zu Bedenken als der Fall "zu Guttenberg - Dr.Titel ja oder nein?"... in diesem Sinne...Lasst die Uni Bayreuth den Vorgang prüfen und lasst unseren Verteidigungsminister seine Arbeit machen..

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  2. Liebe Kerstin,
    ich will dir nicht zu nahe treten, aber deine Argumentation greift meiner Auffassung nach zu kurz und folgt einem Fatalismus, der in diesem Fall viel gefährlicher ist, als die Tat selbst. Du lässt hier völlig außer acht, dass der Herr das geistige Eigentum anderer geklaut hat und zwar nicht im Vorbeigehen und "unbewusst", sondern mit Kalkül und Vorsatz!
    Der Hintergrund meiner Argumentation ist nicht den politisch unliebsamen Herren aus dem Amt zu jagen, das kann ich auch gar nicht, sondern die Unvereinbarkeit seines Amtes mit seinem unmoralischen Handeln. Ein Amt wie seines bedarf meiner Auffassung nach einer blütenweißen Weste, denn immerhin ist er der Oberbefehlshaber unserer Armee.
    Ich verstehe gar nicht, weshalb du eine die Auseinandersetzung mit diesem Umstand als "Hetzkampagne" bezeichnest - ich glaube du solltest über diese Wortwahl noch einmal nachdenken. Auch wenn du ihn magst.

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  3. lieber Berthold,

    das Wort "Hetzkampagne" bezog sich auf die Medienwelt "da draußen" und nicht auf dich... ich finde es schon sehr absonderlich, was die Medien so alles draus machen... unabhängig davon ob ich Herrn zu Guttenberg mag oder nicht...und du magst mit deiner "blütenweißen Weste" ja recht haben, aber realistisch betrachtet ist dies wohl eher ein frommer Wunsch. Ich möchte fragen: WER hat denn eine wirklich eine weiße Weste?

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