Donnerstag, 6. September 2012

Ich frag mal: Syrien?

VIELLEICHT EINFACH EINMAL SYRIEN:

In aller Berichterstattung über den Konflikt in Syrien werden wichtige Details verschwiegen. Assad ist der Vorsitzende der Baath- Partei, in der sich vorwiegend Alaviten (auch Nusairier = Staatsgründer, Befreier?) engagieren. Die Baathpartei hat die Mehrheit im Parlament. Das Parlament wählt den Staatspräsidenten. Assad ist gewählt und nicht durch Militärputsch, durch Allahs Gnaden oder sonstige dunkele Machenschaften an die Macht gekommen. Warum wird das in der Regel verschwiegen? Weil die Baathpartei es eher mit Russland oder China hält und nicht mit US-Amerikanern oder West-Europäern?

Also warum wird also eine solche Stimmung gegen Assad gemacht?

Ich vermute, dass es bei dem Verteilungskampf um die Ölreserven des Nahen Ostens, dem Westen ganz gut in den Kram passt, dass in dem Gebiet instabile politische Verhältnisse herrschen. Erst unterstützen wir die "Rebellen", dadurch etablieren sich despotische Systeme, die dann als Schurkenregime tituliert und bekämpft werden. So lassen sich Gewinne an allen Fronten machen: die Militärs sind zufrieden, weil sie sich dadurch legitimieren, die Rüstungsindustrie macht Milliarden, die Großkonzerne schöpfen die Rohstoffe ab und "helfen" beim "Aufbau" und alle karitativen Organisationen bekommen in ausreichendem Maße finanzielle Unterstützung, weil sie der "Zivilbevölkerung" so ausgezeichnet helfen.

Ok, das ist vielleicht ein wenig drastisch und polemisch, aber im Kern stimmt es genauso.

Um sich ein vielleicht besseres Bild zu machen, sollte man sich vielleicht einmal das Todenhöfer-Interview mit Assad ansehen

http://www.youtube.com/watch?v=_NhufBms4j4

und einen Artikel aus einer Zeitung lesen, die nicht eine "regierungsfähige" Partei unterstützt:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/235583.krieg-in-der-diaspora.html

Ich will hiermit keinesfalls sagen, dass ich Assad für einen Chorknaben halte ... mir geht nur diese unverschämte, einseitige "Berichterstattung" (Meinungsmache)auf den Geist.

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