Donnerstag, 30. Dezember 2010

Henry Paulsen

Was wäre denn wirklich passiert, wenn Henry Paulsen AIG hätte untergehen lassen? Für wen hätte das alles Folgen gehabt? Wäre der Kapitalismus dann schon am Ende gewesen und das Sterben in Raten vermieden worden? Wer außer den Bankern hätte gelitten? So sind mit Steuergeldern die Banken in ihrem Handeln bestätigt worden und sie machen weiter wie im immer. Nichts gelernt! Moral Hazard - ein Prinzip, das der Staat aufgegeben hat, den gierigsten Kapitalisten ein weiterhin angenehmes Leben zu sichern. Der Mensch im Allgemeinen hat nichts davon gehabt, außer Arbeitslosigkeit, Verteuerung des Lebens, Verringerung der Versicherungsleistungen, Aussichtslosigkeit und Verzweiflung. Die Kapitalisten tun aber so, dass diese "Verschwendung" von Steuergeldern das Verschulden der Allgemeinheit wäre und machen sich heute - in allerlei Talkshows - lustig über die Blödheit der Allgemeinheit.

Freitag, 10. Dezember 2010

Winter 2011

Was haltet ihr von einer Protestbewegung "Winter 20 11"?

Alle protestieren gegen diese blöde Jahreszeit. Da alle Proteste aber zu
keiner Änderung führen, zweifeln wir die Rechtmäßigkeit dieser Jahreszeit an und werden dafür übel von Politik und Kirche beschimpft.

Wir suchen uns einen Mediator, der die anscheinend unvermittelbaren Positionen zum Einklang zu bringen versucht. Uns erscheint Herr Kachelmann genau der Richtige zu sein.

Nach zweimonatigem öffentlichen Diskurs, gibt Herr Kachelmann das Ergebnis seiner Vermittlung bekannt - aus einer Gefängniszelle??? - Der Winter sei zwar blöd, aber man könne nichts dagegen tun. Sogar der Papst und Angela Merkel sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Freitag, 5. November 2010

Am 20.08.2010 hatte ich bei Facebook in Frage gestellt:
"Denke darüber nach, was Herrn Brüderle wirklich betreibt, wenn er über einen "Generationenvertrag" spricht und schreibt. Die Zukunft unserer Kinder ist es aber garantiert nicht. Helft mir."
Heute ist der 5. November 2010. Gestern stand im Handelsblatt: "Der Retter der Industrie" = Herr Brüderle = "Wirtschaft vor Klimaschutz". Soviel sind dem Herrn die Generationen nach uns wert. Alles Lüge und Popanz, um sein Klientel zu bereichern.
"Wie Brüderle die Industrie retten will Der Wirtschaftsminister legt industriepolitische Grundsätze vor: Wirtschaft vor Klimaschutz.
Deutschland erlebt einen ungewöhnlich starken Aufschwung. Rund vier Prozent wird die Wirtschaft in diesem Jahr zulegen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ist dennoch in Sorge. Inmitten der Euphorie will er heute seine industriepolitischen Leitsätze vorstellen. Das 35-seitige Papier, das dem Handelsblatt vorliegt, liest sich wie eine Abrechnung mit Umweltschützern und den technikkritischen Bürgern, die Milliardenprojekte wie den Stuttgarter Bahnhof 21 blockieren. Die Zivilgesellschaft müsse lernen, "bei neuen technologischen Entwicklungen auch die Chancen zu sehen, anstatt Risiken und Nebenwirkungen von Beginn an in den Vordergrund zu rücken", schreibt Brüderle.

Sein Papier soll der Bundesregierung als Leitlinie für künftige Entscheidungen und Gesetze dienen. Bislang hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch kein industriepolitisches Gesamtkonzept einer Regierung gegeben.

Doch Brüderles Thesen dürften auch in der eigenen Regierung zu Konflikten führen. Bisher hatten Politiker wie Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) den Nutzen einer Vorreiterrolle gerade im Umwelt- und Klimaschutz betont und dabei Zusatzbelastungen für klassische Industriezweige in Kauf genommen. Für Brüderle ist das der falsche Weg. "Es ist nicht zuletzt die Grundstoffindustrie, die mit neuartigen Materialien, innovativen Produkten und Verfahren erst die Basis für Innovationen am Ende der Wertschöpfungskette schafft." Mit anderen Worten: Ohne Stahl lässt sich kein Windrad bauen, ohne Chemie läuft keine Photovoltaikanlage." Handelsblatt am 04.11.2010

Also verstehen wir nun, was die FDP mit "Generationenvertrag" meint?

Die FDP ist alles andere, als eine politische Partei - eher schon ein eine Lobbyistengruppe für Millionäre (mindestens).
Hoffentlich hat dieser Irrwitz von "Politik" bald ein Ende.

Montag, 16. August 2010

Aufschwung, oder was?

Sag mal einer: hast du den Aufschwung schon persönlich registriert. Ich meine so wirklich persönlich, wie: das habe ich davon?
Ich stelle nur fest, dass die Zinsen und die Preise steigen und ich um meine Steuererstattung hart kämpfen muss.
Und ich erwarte höhere Krankenversicherungskosten, Steuererhöhungen und eine Betriebskostenabrechnung für mein Zuhause, die sich gewaschen hat, aufgrund gestiegener Gebühren.
Gleichzeitig kämpft das kleine Theater an der Ecke ums Überleben, weil die Stadt der Kulturförderung den Garaus macht. usw. usw.
Nun frage ich mich, wessen Aufschwung ist dies eigentlich, wenn es nicht meiner (unser) ist?

Freitag, 30. Juli 2010

Die Tassen im Schrank

Es scheint in den Köpfen des gemittelten Bundesbürgers eine Phrase zu geben, die da lautet: "Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch uns gut!????"
Da taucht natürlich sofort die Frage auf, wer sind "die Wirtschaft" und wer sind "wir"?
Ich finde es sehr erstaunlich, in welcher rasanten Berg- und Talfahrt die Zugehörigkeiten wechseln, ohne dass auch nur irgendjemand ein Schleudertrauma davonträgt.
So poltern Begriffe wie Kapital, Kapitalist, Profit, Gewinne, Gewinnsteigerung, Shareholdervalue, Lohn, Lohnerhöhung, Ich, Wir, Unternehmer, Spekulant, Arbeitnehmer, Anteilseigner, Staat, Gemeinschaft, Solidarität usw. durcheinander, dass schon Meyers berühmtes Lexikon nicht alles begrifflich sauber erfassen kann - und nun kommen Herr Brüderle und Herr Tillig und verkaufen ihre doch sehr fokussierte Klientelsichtweise als staatstragendes Prinzip.
Im Bund wird entschieden, um die Gemeinden und Länder zu entlasten, dass Menschen, die erwerbsunfähigkeisrentenbezugsberechtig sind, keinen Anspruch mehr auf andere staatliche Förderung haben (z.B. Behinderte in Behindertenwerkstätten - Sozialhilfeinstitutionen - Ländersache!. Dieses wird die Sozialetats der Gemeinden und Länder entlasten, zu Lasten der Rentenversicherung!!!!!! Nun: Herr Brüderle und Herr Tillig: der Rentenversicherung geht es schon schlecht genügend, weil z.B. russische Legionäre aus der Kasse bezahlt werden - damit sie überhaupt in "ihre Heimat" zurückkehrten, um Herrn Kohl ein Denkmal voller Glanz zu bescheren!! Nun packen wir noch ein paar hunderttausend arbeitswillige, aber arbeitsunfähige Behinderte in das "marode" (... gemachte) Solidarsystem - wie soll das denn nun noch überleben? Klar doch (!!!!) ... dann müssen wir die Renten kürzen - damit die Erben Herrn Theo Albrechts, keine der 15.000.000.000.-€ an Erbschaftssteuer zahlen müssen (... die armen Leute?!)
Spaß beiseite: Wer wählt diese Idioten, die ich und wir dauernd verwechseln, eigentlich?

Montag, 7. Juni 2010

Revolution, oder was?

Da haben wir es nun – das Sparpaket.
Und es ist, wie alle es gedacht haben – zugeschnitten auf die Klientel.
Nun hat sich diese Regierung natürlich Gedanken dazu gemacht, wann es veröffentlicht wird, das "Sparpaket": … auf jeden Fall nach der Wahl in NRW und nach dem Köhlerrücktritt. Aber auf jeden Fall vor der Fußballweltmeisterschaft, weil dann, wenn es keine Revolte geben soll, die Kicker den Horror verträglicher gestalten werden und Otto-Normalverbraucher, so oder so nur noch zwischen DSDS oder Gerichtssendungen hin und her gerissen, dank der Fußballmillionäre, in einen noch tieferen Schlaf gesungen werden – olé olé olé, oder so!
Insofern könnte es den Strategen einer aufgeweckten deutschen Politikergemeinde doch nicht ganz unrecht sein, wenn "unsere Jungs" das Turnier verkacken. Vielleicht hätten sie aber auch, getreu der neuen Fußballideologie, mit einigen Millionen ein paar Kicker kaufen können, um dem Ergebnis etwas nachzuhelfen. Dann noch ein wenig Lenin dazu, dann hätte das mit der Revolution, die aber dann auch 100 Jahre zu spät käme, etwas werden können.
Ich habe aber die Befürchtung, Deutschland gewinnt gegen Spanien im Endspiel und das schwarzrotgoldene Fahnenmeer wird den Mantel des Vergessens über eine "Krise" , die dann gar keine war, legen.
Dann mal weiter so!

Sonntag, 11. April 2010

Kurzform dessen, was Frau Schmidt schreibt

Für Alle, die noch immer rätseln, wie wir zu dieser "(Finanz-)Krise" gekommen sind, und sich nicht durch Frau Schmidts Buch lesen wollen, eine eingängliche Erklärung:

FINANZKRISE FÜR ANFÄNGER
Mandy besitzt eine Bar in Ottensen. Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft -hauptsächlich alkoholkranke Hartz IV Empfänger- auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Ottensen schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandy's Bar.
Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit massiv ihren Umsatz.
Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandy's Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung. Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen
SUFFBOND(R), ALKBOND(R) und KOTZBOND(R).
Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online Versicherung per Email abgesichert. Daraufhin werden sie von mehreren Rating Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Mandy's Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen.
Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeutet oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werde diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren. Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich. Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandys Kunden langsam fällig zu stellen.
Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz IV Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen. Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus. Mandy macht Konkurs. SUFFBOND(R) und ALKBOND(R) verlieren 95%, KOTZBOND(R) hält sich besser und Stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%. Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super Prima Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen. Die Bank wird durch Steuergelder gerettet. Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus.
Ähnlichkeiten mit eventuell wahren Gegebenheiten sind zufällig und keineswegs beabsichtigt.... Aber so oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein!!!!