Dienstag, 15. Januar 2013

Wollen wir dies?

Der "Generalangriff der Damen Liz und Friede" auf die Demokratie in Deutschland hat viele Fronten. (Und wo ist eigentlich Herr Burda? [Damit die ca. 80% der veröffentlichten Meinung in Deutschland beisammen sind])

Nicht genug damit, dass das Kaffeekränzchen Mutti, Liz und Friede beschlossen hat, Mutti bleibt Bundeskanzlerin!, nun haben sie gemeinsam vor, die letzte Bastion einer (... einigermaßen) objektiven Berichterstattung sturmreif zu schießen - die öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten.

http://www.stern.de/kultur/tv/medienkolumne-zum-rundfunkbeitrag-ard-und-zdf-schaufeln-sich-ihr-eigenes-grab-1954882.html

Angela bleibt Bundesmutti und Friede und Liz werden lästige Konkurrenz los. Dem Steinbrück haben sie kräfig eingeschenkt und schenken ihm auch weiterhin kräftig ein. Nun muss nur noch der seiche, gehirnverkleisternde Quatsch der Damen monopolistisch an die Frau und den Mann gebracht werden. Die beiden Ex-Chef-Sekretärinnen der Herren Mohn und Springer werden das schon schaffen. Konzertiert mit Ihren Speerspitzen Blödzeitung, Gruner+Jahr, RTL usw. Weil: Enstzunehmenden Widerstand haben sie nicht zu erwarten, solange Mutti Angela das Zepter schwingt (im übertragenen Sinne, ansonsten ist Angela halt eine Mutti),die Intellektuellen dieser Republik sich in Zaudereien verlieren und ein Dschungelcamp wichtiger ist, als der Zustand unseres Gemeinwesens.

Aber vielleicht ist dieser "Campschwachsinn" ja auch nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Fairer Wahlkampf?

Ich frag einmal: Fairer Wahlkampf?

Ich frage mich inzwischen, ob die deutsche Medienlandschaft versucht, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, Frau Merkel an der Macht zu halten. Die nicht unbedingt von Wohlwollen geleitete Berichterstattung über die Protagonisten der Oppositionsparteien, und hier besonders Herrn Steinbrück, verleitet mich immer mehr zu dieser Auffassung.

Zum Beispiel: Da wird über den, der alle seine Nebenverdienste schonungslos offengelegt hat, permanent so berichtet, als sei der Nebenverdienst von Abgeordneten ein Verbrechen. Zusätzlich wird der Eindruck erweckt, als sei Herr Steinbrück der Einzige unserer Volksvertreter sei, der Nebenverdienste habe. Die Großverdiener von CDU, FDP, Grünen, Linken (obwohl es hier wohl nur Herr Gysi und Herrn Laffontaine beträfe) werden völlig außer Acht gelassen. Außerdem wird nirgends gesagt, dass die Offenlegung aller Nebenverdienste von Volsvertretern, am Veto von CDU/CSU/FDP scheitert. Persönlich würde mich einmal der Nebenverdienst von Herrn Brüderle, Herrn Söder, Frau von der Leyen, Herrn Lindner und Herrn Gysi besonders interisseren.

Da spricht einer Wahrheiten aus ... z.B. dass Bundeskanzler Deutschlands bescheiden wenig Geld verdienen ... im Vergleich zu solchen (Halb-) Kriminellen wie Herrn Nonnenmacher, Herrn Ackermann oder Herrn Zumwinkel. Die Medien überhäufen daraufhin den Überbringer dieser Botschaft mit Hohn und Schmutz. 200.000.-€ ist real gesehen ein sehr guter Jahresverdienst und der Leistung eines Bundeskanzlers sicherlich (mehr als?) angemessen. Ich hätte an dieser Stelle erwartet, dass eine Diskussion beginnt, warum Menschen, die viel weniger zu verantworten haben (und häufig genug schon dieser geringeren Verantwortung nicht gewachsen sind), 10.000.000.-€ und mehr verdienen müssen (mal ganz abgesehen von diesen Milchbubies von Profifußballern oder anderen Vorturnern). Aber da bin ich völlig enttäuscht worden.

Ich würde mich über Eure Auffassung dazu freuen.

Montag, 31. Dezember 2012

Neujahr

All meinen Lesern wünsche ich einen gelungenen Start in das Jahr 2013

Silvester (Joachim Ringelnatz)

Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt

in heimlichen Geweben.

Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,

beginnt ein neues Leben.

Samstag, 22. Dezember 2012

Was wäre wenn ... ein Nachtrag

"https://www.youtube.com/watch?v=0LJZiA5Q4gw"

Was wäre wenn ... ?

Was wäre wenn ... ?

... ich alles das, was ich so selbstverständlich meine über den Iran zu wissen, beim hören des Begriffs "Iran", suspendieren könnte? Wäre es mir dann möglich, den vielen Mitteilungen, die ich täglich aufnehme, ein Bild des Irans zu entnehmen, das der Wahrheit nahe kommt. Wenn das nicht so ist, wie ich vermute, welche Möglichkeit hätte ich dann, einen unverstellten Blick auf den "Iran" zu bekommen?

Ich frage dies nicht so beiläufig, weil es mir einfach einmal so in den Sinn kommt, sondern, weil ich beim Nachgehen meiner Gedanken zu dem struckschen Satz: "Die Verteidigung unserer Freiheit fängt am Hindukusch an!", und meiner Akzeptanz dieses Satzes immer wieder auf den Iran stieß.

Und die Inhalte dieser Gedanken lassen den Iran in einem so unglaublich schrecklichen Bild erscheinen, dass ich mich fragte, woher habe ich dies? Und dann reihte es sich aneinander: Schahregime, Savak, Sturz des Schahregims, Besetzung der amerikanischen Botschaft, Geiselnahmen und vor allen Dingen, der Film "Drachenläufer", der mich tief beeindruckt hatte.

Als ich dies dann versuchte zu entwirren, stellte ich als erstes fest, dass der Film "Drachenläufer" (aus dem diese monströsen Bilder stammen) nach einer Novelle Khaled Hosseinis, eines amerikanischen Schriftstellers, der mit G.W. Bush gut bekannt war, von einem amerikanischen Regisseur, gedreht wurde. In Verbindung mit den vermeintlich historischen Fakten, ergibt sich mein Iranbild.

Für mich ist zumindest ganz deutlich, dass ich mit diesem "Rüstzeug", bereitwillig meine Freiheit am Hindukusch verteidigen lassen wollte.

Und ich frage mich nun, ob es den vielen Parlamentarieren, die ein "Engagement der Bundeswehr" (was für ein schöner abstrakter Begiff, hinter dem sich die Einzelschicksale von u.a. Soldaten verbergen) in Afghanistan befürworteten, so unbedingt klar war, für was sie sich da entscheiden?

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Reichensteuer?

Ich frage (und behaupte) mal wieder: Reichensteuer?

Seit ein paar Tagen geistert diese Meldung über den "armen" Herrn Depardieu durch die Gazetten, der aus seinem Land "ins Exil vertrieben" wird. (siehe die paar Zeilen aus dem Morgenbriefing des Handelsblattes)

"Der französische Schauspieler Gérard Depardieu droht damit, seinen Wohnsitz ins benachbarte Belgien zu verlegen, wo er kaum Steuern zahlen würde. Premier Jean-Marc Ayrault nannte diesen Schritt "armselig". Deutschland ist mit seinen Altstars besser dran: Joachim Fuchsberger und Uschi Glas würden uns das niemals antun. Sie haben gelernt zu leiden ohne zu klagen."

Da frage ich mich:

  • ... warum diese Meldung zu dieser Zeit?
  • ... machen die Gazetten schon einmal Stimmung gegen eine Reichensteuer?
  • ... was für einen Begriff für Leid hat das Handelsblatt eigentlich?

Mich würde interessieren, was haltet Ihr von einer Reichensteuer und wie findet Ihr, wie dieses Thema bei uns bearbeitet wird?

Dienstag, 18. Dezember 2012

In eigener Sache

Heaven over the Baltic Sea - oder unverstellter sehen können

Ich habe mich bemüht mein Ansinnen und mein Bedürfnis in der "Eigenen Sache" zu erläutern. Aber anstelle von Klarheit ist bei mir eher eine Verwirrung eingetreten. Die Resonanz war vielfältig und reichte von "mehr davon" über "ich habe dich verstanden" bis zu "lass mich damit zufrieden". Am meisten hat mich aber die Frage erstaunt, "was bringt das?" Ich gestehe, dass ich mich damit nicht explizit auseinandergesetzt habe. Wenn das Ganze einen Ertrag haben soll, dann den, dass ich mehr Klarheit haben möchte. Mehr auseinandergesetzt habe ich mich mit der Frage der Wirkung. Ich bin mir sicher, dass mehr Leute gibt, die sich durch die heutige Berichterstattung der Medien manipuliert fühlen. Ohne dass ich die Dinge, die ich aufschnappe, hinterfrage, bleibt bei mir fast immer ein Unbehagen und die Frage: Was will mir unsere veröffentlichte Meinung sagen? (unterschieben?) Wenn dann meine Beiträge zu den für mich problematischen Berichterstattungen bei Euch ankommen und Widerspruch erzeugen, dann ist mir das Wirkung genügend.

Ich reihe einmal ein paar Themen unzusammenhängend auf, bei denen ich mich bis heute frage, was sollte mir gesagt werden?

  • Der Golfkrieg
  • Der Sturz Saddam Husseins
  • BSE und Creutzfeldt-Jakob
  • Schweinegrippe
  • Vogelgrippe
  • HIV und Aids
  • Finanzkrise und damit zusammenhängende Berichterstattung über bestimmte Länder
  • und beliebig viele andere Themen

Diese Themen wurden und werden bis zum Erbrechen durch die Medienlandschaft gehetzt, dass mir es zum Schluss aus den Ohren herauskommt. Und da gab es dann irgendwann den Punkt, an dem ich mich fragte: Hat das ein System? Soll von Wichtigem abgelenkt werden?

Ich gestehe, dass dem Mißtrauen gegenüber unseren Medien, eine Auffassung vorausgeht, die in der Regel eher ein Vorurteil ist, da ich keine Erkenntnisse in diesen Themen habe. Also frage ich die mir bekannten Leute. Und damit nun sokratisches Wirken in den Zusammenhang zu bringen, ist mir einfach eine Nummer zu hoch. Und natürlich ist die Auseinandersetzung mit Menschen im hier und jetzt auch für mich sinnvoller ... aber leider fehlen mir die Mittel, mich andauernd in Berlin, Amsterdam, Utrecht, Helsinki Zürich, Leipzig und Volksdorf aufhalten zu können. Insofern frage ich hierdurch.